Selbstgemachtes Lavendelöl wird als DIY Geschenk in Händen überreicht, dekoriert mit Lavendelzweigen.

Lavendelöl selber machen: Ein schönes DIY-Geschenk mit wenig Aufwand

Suchst du ein kleines Mitbringsel, das persönlich ist und trotzdem nicht viel Aufwand macht?

Selbstgemachtes Lavendelöl ist genau das – ein nettes kleines Geschenk, das du mit nur zwei Zutaten und ein bisschen Zeit ganz einfach selber machen kannst.

Es duftet wunderbar, eignet sich zur Entspannung und lässt sich hübsch verpacken – ob als Dankeschön, kleines Gastgeschenk oder einfach so.

Hier zeige ich dir, wie du dein eigenes Lavendelöl Schritt für Schritt herstellst und wie du es so in Szene setzt, dass es zu einem richtig kleinen Hingucker wird.

So stellst du dein Lavendelöl Schritt für Schritt selbst her

Zutaten für Lavendelöl selber machen mit Lavendel, Öl und Mörser auf heller Arbeitsfläche

Lavendelöl ist die Basis für viele der Rezepte, die in diesem Artikel noch folgen.

Wer es einmal selbst hergestellt hat, möchte es nicht mehr missen – denn der Duft ist intensiver, die Qualität hochwertiger und das Ergebnis deutlich persönlicher als alles, was man kaufen kann.

Für die Herstellung gibt es zwei Methoden: die Kalt-Methode und die Warm-Methode.

Die Kalt-Methode ist einfacher, braucht aber mehr Geduld.

Die Warm-Methode geht schneller, erfordert aber ein bisschen mehr Aufmerksamkeit beim Erhitzen.

Zutaten & Material

  • 60 g frische oder getrocknete Lavendelblüten
  • 1 Liter Mandelöl (alternativ: Jojobaöl oder Distelöl)
  • Mörser
  • Kleiner Topf
  • Dunkles Glasgefäß mit Deckel
  • Sieb oder Mulltuch zum Abseihen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Getrockneter Lavendel wird im Mörser zerkleinert als Vorbereitung für Lavendelöl

Kalt-Methode:

Schritt 1: Gib die Lavendelblüten in den Mörser und zerstoße sie leicht, damit sie ihr Aroma besser freigeben können.

Schritt 2: Fülle die zerstoßenen Blüten anschließend in das dunkle Glasgefäß.

Schritt 3: Gieße das Mandelöl darüber, dabei sollte der Lavendel vollständig mit Öl bedeckt sein, damit er gleichmäßig zieht.

Schritt 4: Verschließe das Glas gut und stelle es an einen warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung, denn zu viel Licht würde die Qualität des Öls mindern.

Schritt 5: Schüttle das Glas einmal täglich, so verteilt sich das Aroma gleichmäßiger im Öl.

Schritt 6: Nach 4 bis 6 Wochen kannst du das Öl durch ein Sieb abseihen und in dunkle Fläschchen abfüllen, ab dann ist es fertig zur Verwendung.

Warm-Methode:

Schritt 1: Zerstoße die Lavendelblüten im Mörser, damit sie ihr Aroma besser abgeben können.

Schritt 2: Fülle die Blüten zusammen mit dem Mandelöl in ein dunkles Glasgefäß und verschließe es gut.

Schritt 3: Stelle das Glasgefäß in einen großen Topf und fülle diesen mit Wasser, bis das Glas fast vollständig bedeckt ist.

Schritt 4: Erwärme das Wasser langsam auf 38 bis 49 Grad, es soll warm sein, darf aber niemals kochen, sonst verliert das Öl an Qualität.

Schritt 5: Lass das Glas 2 bis 5 Stunden im Wasserbad ziehen und rühre das Öl dabei gelegentlich um, so zieht das Aroma gleichmäßiger ein.

Schritt 6: Nimm das Glas anschließend heraus, lass es abkühlen und seihe das Öl durch ein feines Sieb in dunkle Fläschchen ab, damit ist es fertig zur Verwendung.

Öl wird in einem kleinen Topf erwärmt für die Herstellung von Lavendelöl

Infos auf einen Blick

  • Zeitaufwand: 15 Minuten aktive Zeit, 4–6 Wochen Ziehzeit (Kalt) bzw. 2–5 Stunden im Wasserbad (Warm)
  • Kostenfaktor: ca. 8–12 Euro pro Liter
  • Aufbewahrung: dunkle Glasfläschchen, kühl und lichtgeschützt
  • Haltbarkeit: 6 Monate bis 1 Jahr

Wofür Lavendelöl verwendet werden kann

Lavendelöl wird durch ein Sieb in eine Glasflasche gefiltert

Selbstgemachtes Lavendelöl ist ein schönes kleines Geschenk, weil es so vielseitig einsetzbar ist – die Beschenkten werden schnell ihre eigenen Lieblingsanwendungen dafür finden.

Als Massageöl – zieht es angenehm ein und duftet dabei so schön entspannend, dass es nach einem langen Tag einfach guttut.

Bei Kopfschmerzen – reichen ein paar Tropfen auf den Schläfen, sanft einmassiert, und viele merken schnell, dass das erstaunlich gut wirkt.

Im Vollbad oder Fußbad – entfaltet es seinen Duft besonders schön, einfach ein paar Tropfen ins warme Wasser geben und den Moment genießen.

Als natürlicher Einschlafhelfer – hilft oft schon ein Wattebausch mit ein paar Tropfen neben dem Bett, ganz ohne Diffusor.

Gut zu wissen ist noch, dass selbstgemachtes Lavendelöl auf Basis eines Trägeröls hergestellt wird und deshalb mild genug ist, um direkt auf die Haut aufgetragen zu werden – anders als ätherisches Lavendelöl aus der Drogerie, das hochkonzentriert ist und nie unverdünnt verwendet werden sollte.

So setzt du dein Geschenk gekonnt in Szene

Selbstgemachtes Lavendelöl als Geschenk verpackt mit Seife und Lavendelzweigen

Mit der richtigen Verpackung wird aus dem selbstgemachten Öl ein richtig schönes kleines Mitbringsel oder auch Gastgeschenk.

Ich finde gerade bei Lavendel eignet sich natürlich die Farbe Violett hervorragend um das richtig schön in Szene zu setzen, also gerade bei Akzenten, wie z.B. einer Kerze, einem Säckchen, einer Schleife etc..

Idee 1 – Natürlich & schlicht

Stelle das dunkle Apothekerfläschchen mit Pipette mittig auf eine runde Holzscheibe mit natürlicher Maserung und lege zwei getrocknete Lavendelzweige locker daneben.

Wickle alles in mattes Zellophan ein, binde oben ein breites Leinenband zu einer lockeren Schleife und hänge ein kleines Kärtchen aus Kraftpapier daran – fertig ist ein Mitbringsel, das sich schön und durchdacht anfühlt.

Idee 2 – Als kleines Wohlfühl-Set

Lege eine schlichte quadratische Kraftpapier-Box mit transparentem Deckel großzügig mit naturweißem Füllpapier aus und arrangiere das Lavendelölfläschchen, ein kleines weißes Teelicht und ein handgenähtes Leinensäckchen mit getrockneten Lavendelblüten locker darin.

Binde ein schmales Leinenband außen um die Box und lass es seitlich herunterhängen – das sieht auf Anhieb nach einem kleinen durchdachten Set aus.

Idee 3 – Zart & feminin

Fülle das Öl in ein dunkles Fläschchen mit Korken, klebe ein selbst gestaltetes Etikett mit Name und Herstellungsdatum drauf und lege es in eine zarte Organza-Tasche in hellem Lavendelblau.

Binde die Tasche mit einem schmalen Satinband zusammen, lege ein paar getrocknete Lavendelzweige davor und füge ein kleines gefaltetes Kärtchen bei, auf dem steht, wofür das Öl sich am besten eignet.

Lavendelöl als selbstgemachtes kleines Mitbringsel – Das Fazit

Lavendelöl selber machen ist wirklich so unkompliziert, wie es klingt – zwei Zutaten, ein bisschen Zeit und du hast ein duftendes Öl, das sich vielseitig einsetzen lässt.

Als Massageöl, für die Schläfen oder einfach als wohltuender Zusatz fürs Bad – wer es einmal verschenkt hat, wird schnell merken, wie gut es ankommt.

Und mit einer der drei Verpackungsideen wird daraus im Handumdrehen ein persönliches kleines Mitbringsel, das sich wirklich nach etwas anfühlt.

Probiere es einfach aus – es lohnt sich.

Frohes Schenken

Julie

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