Die Osterzeit steht vor der Tür und du möchtest mit deinem Kind etwas Kreatives machen?
Osterkarten selber basteln ist die perfekte Gelegenheit dafür.
In diesem Artikel findest du 8 erprobte Bastelideen, die wirklich funktionieren – ohne komplizierte Anleitungen oder teure Materialien.
Die meisten Projekte brauchst du nur Papier, Stifte und Kleber.
Ideal für den Kindergarten, für zu Hause oder als kleine Überraschung für Oma und Opa.
Jede Idee ist so erklärt, dass dein Kind mitkommt – egal ob 3 oder 10 Jahre alt.
Warum Basteln mit Kindern an Ostern so wertvoll ist
Osterkarten basteln ist mehr als nur ein Zeitvertreib.
Es ist eine Gelegenheit, gemeinsam etwas zu schaffen, das bleibt.
Dein Kind lernt dabei, mit den Händen zu arbeiten, Farben zu kombinieren und stolz auf das Ergebnis zu sein.
Gleichzeitig entsteht etwas Persönliches, das Oma, Opa oder Freunde wirklich freut.
Und mal ehrlich: Eine selbstgebastelte Karte ist tausendmal schöner als eine gekaufte.
Die Zeit, die ihr zusammen verbringt, ist das eigentliche Geschenk.
Kein Stress, keine Perfektion – nur ihr zwei und bunte Farben.
Gerade an Ostern, wenn draußen alles blüht, passt es perfekt, auch drinnen kreativ zu werden.
Die Projekte in diesem Artikel sind so ausgewählt, dass sie wirklich funktionieren – egal ob dein Kind 3 oder 10 Jahre alt ist.
Material-Checkliste: Das brauchst du generell
Damit du nicht jedes Mal neu einkaufen musst, hier eine komplette Liste:
✅ Kartenvordruck oder Bastelpapier (weiß, bunt)
✅ Schere (kindersicher!)
✅ Kleber & Klebeband
✅ Stifte (Buntstifte, Filzer, Marker)
✅ Farben (Wasser- oder Fingerfarben)
✅ Papierrollen, Servietten
✅ Pompons & Wackelaugen (optional)
✅ Transparentpapier
1. Handabdruck-Osterkarten: Das Hasen-Klassiker (ab 3 Jahren)
Diese Karte ist der absolute Klassiker – und das aus gutem Grund.
Dein Kind braucht keine besonderen Fähigkeiten, nur seine Hand und etwas Farbe.
Das Ergebnis ist jedes Mal einzigartig und wird zu einer wunderbaren Erinnerung.
Gerade für Großeltern ist es emotional, zu sehen, wie klein die Hand ihres Enkelkindes noch ist.
Diese Karten kannst du über Jahre sammeln und vergleichen, wie die Hände wachsen.
Material:
- Farbige Kartenrohlinge oder Papier (A5-Format)
- Fingerfarben oder Wassermalfarben
- Marker in Schwarz/Braun
- Kleber (optional)
Anleitung (Schritt für Schritt):
Schritt 1: Dein Kind malt seine Hand mit Farbe an (oder du bestreichst sie vorsichtig).
Schritt 2: Die bunte Handabdrücke auf die Kartenvorderseite drücken – der Daumen zeigt nach oben, die Finger sind die langen Ohren des Hasen.
Schritt 3: Nach dem Trocknen mit Markern zwei Augen, eine Nase und Zähne aufmalen.
Schritt 4: Optional: Die Innenseite beschriften mit „Frohe Ostern“ oder eine kleine Nachricht schreiben.
Zeitaufwand: 10-15 Minuten (plus Trocknungszeit)
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ (sehr einfach)
Pro-Tipp: Die Hand des Kindes wird zum Kunstwerk – diese Karten sind zeitlose Erinnerungen! Du kannst mehrere Varianten machen: Verschiedene Farben, mehrere Hasen nebeneinander oder mit Ostereier kombinieren.
2. Papierrollen-Hasen: Upcycling-Karten (ab 4 Jahren)
Leere Klopapierrollen landen normalerweise im Müll – hier werden sie zu süßen Osterhasen.
Das Schöne daran: Dein Kind lernt, dass man aus vermeintlichem Abfall etwas Neues schaffen kann.
Die 3D-Optik macht diese Karten besonders und sie sind stabiler als normale Papierkarten.
Perfekt auch für Kindergartengruppen, wo jedes Kind seine eigene Rolle mitbringen kann.
So wird Basteln zum Nachhaltigkeitsprojekt – ganz nebenbei.
Material:
- 2-3 leere Papierrollen pro Karte
- Farbiges Papier (Weiß, Rosa, Hellbraun)
- Schere & Kleber
- Stifte
- Optionale Deko: Wackelaugen, Pompons
Anleitung:
Schritt 1: Schneide aus der Papierrolle oben zwei lange Streifen (Ohren) – schnelle Schnitte von oben nach unten, etwa 5-6cm tief, dann nach außen falten.
Schritt 2: Bemale oder beklebe die Rolle mit farbigen Papier (z.B. Weiß für den Bauch, Hellbraun für Ohren).
Schritt 3: Klebe die Papierrolle auf eine farbige Kartenvorlage (A5 oder A4).
Schritt 4: Male oder klebe Augen, Nase, Schnurrhaare auf.
Schritt 5: Optional: Kleine Pompons als „Puschkin“ unten aufkleben.
Zeitaufwand: 20-25 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐⭐ (einfach bis mittel)
3. Fenster-Osterkarte: Die 3D-Variante (ab 5 Jahren)
Diese Karte hat einen echten Wow-Effekt, wenn man sie öffnet.
Durch das transparente Fenster entsteht eine Art Guckloch, das neugierig macht.
Dein Kind lernt dabei, wie man mit verschiedenen Papierschichten arbeitet und räumliche Tiefe erzeugt.
Die Karte wirkt aufwendiger, als sie tatsächlich ist – ideal, um Oma und Opa zu beeindrucken.
Und das Beste: Du kannst das Motiv im Inneren jedes Jahr variieren.
Material:
- 2 Kartenrohlinge (A5)
- Schere & Kleber
- Farbige Transparentpapiere
- Stifte & Marker
Anleitung:
Schritt 1: Schneide in die vordere Kartenseite ein großes Fenster (Rechteck oder Eiförmig) – aber lass genug Rand übrig.
Schritt 2: Klebe transparentes farbiges Papier (z.B. Rosa oder Orange) hinter das Fenster.
Schritt 3: In der zweiten Kartenseite (innenseite) malst oder klebst du Ostermotive: Osterhasen, Blumen, Eier.
Schritt 4: Wenn die Karte offen ist, sieht man durch das farbige Fenster die Motive mit dem Hintergrund.
Schritt 5: Beschrifte das Fenster mit „Frohe Ostern“ oder dekoriere den Kartenrand.
Zeitaufwand: 20-25 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐⭐ (einfach bis mittel)
4. Pom-Pom-Küken-Karte: Die flauschige Variante (ab 4 Jahren)
Pompons sind bei Kindern unglaublich beliebt – sie sind weich, bunt und lassen sich super kleben.
Diese Karte ist perfekt für Kinder, die noch nicht so präzise schneiden können.
Die flauschige Textur macht die Karte zum Hingucker und lädt zum Anfassen ein.
Du kannst die Küken einzeln oder als ganze Familie auf die Karte kleben – je nachdem, wie viel Platz du hast.
Wenn du keine Pompons zu Hause hast, kannst du sie auch selbst aus Wolle machen – das macht sogar noch mehr Spaß!
Material:
- Gelbe & weiße Pompons (verschiedene Größen)
- Orange Pompons oder Papier (für Schnabel)
- Schwarze Stifte (für Augen)
- Kleber & Kartenvordruck
- Grünes Papier (optional – für Nest)
Anleitung:
Schritt 1: Klebe einen großen gelben Pompon auf die Kartenmitte.
Schritt 2: Klebe zwei kleinere Pompons drunter als Füße.
Schritt 3: Klebe einen winzigen orangen Pompon oder Papierstück als Schnabel auf.
Schritt 4: Zwei schwarze Punkte mit dem Stift als Augen aufmalen.
Schritt 5: Optional: Grünes Papier um das Küken als Nest kleben oder andere Küken daneben positionieren.
Zeitaufwand: 10-15 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐ (sehr einfach)
5. Ausmal-Osterkarte mit Vorlage (ab 3 Jahren)
Manchmal braucht es keine komplizierte Bastelanleitung – manchmal reicht einfach eine schöne Vorlage zum Ausmalen.
Diese Methode ist perfekt für unterwegs, für Regentage oder wenn die Zeit knapp ist.
Dein Kind kann sich kreativ austoben, ohne dass du viel vorbereiten musst.
Auf Pinterest findest du kostenlose Vorlagen in allen Schwierigkeitsstufen – von simplen Ostereiern bis zu detaillierten Hasenszenen.
Und das Schönste: Auch sehr kleine Kinder können hier mitgestalten, ohne überfordert zu werden.
Material:
- Ausdruckbare Vorlagen (kostenlos online)
- Buntstifte, Filzstifte oder Wassermalfarben
- Kartenvordruck (optional zum Einsparen)
Anleitung:
Schritt 1: Lade dir Ausmal-Vorlagen herunter (z.B. bei Pinterest oder speziellen Bastelsites).
Schritt 2: Drucke diese auf Karton aus.
Schritt 3: Dein Kind malt die Osterhasen, Eier und Blumen an – ganz nach Lust und Laune!
Schritt 4: Falte die bemalte Seite in der Mitte – fertig ist die Karte.
Schritt 5: Optional: „Frohe Ostern“ oder einen kleinen Gruß innen schreiben.
Zeitaufwand: 15-20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐ (sehr einfach)
6. Eierbecher-Küken: Mini-3D-Karte (ab 5 Jahren)

Diese Küken sind nicht nur niedlich, sondern auch funktional.
Nach Ostern können sie als echte Eierbecher beim Frühstück dienen – so wird die Bastelei zum nützlichen Geschenk.
Die Arbeit mit Pappbechern trainiert die Feinmotorik und das räumliche Denken deines Kindes.
Diese Idee eignet sich auch super für größere Bastelrunden, wo jedes Kind sein eigenes Küken gestaltet.
Am Ende habt ihr eine kleine Küken-Familie, die gemeinsam verschenkt oder aufgestellt werden kann.
Material:
- Papierbecher (kleine Eierbecher-Größe)
- Gelbes Papier oder Servietten
- Kleber & Schere
- Schwarze Marker (für Augen)
- Oranger Filz oder Papier (Schnabel)
- Oranges Papier für Füße
Anleitung:
Schritt 1: Beklebe den Papierbecher mit gelbem Papier oder Servietten.
Schritt 2: Klebe zwei schwarze Punkte als Augen auf.
Schritt 3: Klebe einen orangen Dreiecksschnabel auf.
Schritt 4: Schneide zwei dünne Papierstreifen als Füße und klebe sie unten dran.
Schritt 5: Diese Mini-Kücken können auch einzeln verschenkt oder auf eine größere Karte geklebt werden.
Zeitaufwand: 15-20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ (einfach)
7. Fensterbilder-Karte (transparente Ostereier) (ab 6 Jahren)

Wenn Licht durch diese Karte scheint, entfaltet sie ihre volle Wirkung.
Die bunten Transparentpapiere leuchten wie Kirchenfenster und ziehen alle Blicke auf sich.
Dein Kind lernt hier, wie man Schichten richtig positioniert und Farben kombiniert.
Diese Technik ist etwas anspruchsvoller, weil präzise ausgeschnitten werden muss – perfekt für ältere Kinder.
Das Ergebnis sieht so professionell aus, dass niemand glaubt, dass ein Kind diese Karte gemacht hat.
Material:
- Transparentpapier (verschiedene Farben)
- Schere & Kleber
- Kartenvordruck
- Schwarzer Marker für Umrisse
Anleitung:
Schritt 1: Zeichne Ostereier-Formen auf die Kartenrückseite.
Schritt 2: Schneide diese Eier aus – so entstehen Fenster in der Karte.
Schritt 3: Klebe bunte Transparentpapiere von hinten in die Fenster.
Schritt 4: Wenn Licht durchscheint, leuchten die farbigen Ostereier wunderschön!
Schritt 5: Optional: Mit Marker Muster in die transparenten Eier zeichnen.
Zeitaufwand: 20-30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐⭐ (mittelschwer, wegen des Ausschneidens)
8. Knitter-Hasen-Karte: Mit zerknittertem Papier (ab 4 Jahren)
Zerknittertes Papier hat eine besondere Textur, die normale glatte Karten nicht haben.
Diese Technik ist ideal für sehr kleine Kinder, die noch nicht präzise schneiden können.
Durch das Zerknüllen entstehen automatisch interessante Strukturen und Schatten – jede Karte wird zum Unikat.
Dein Kind kann sich hier richtig austoben, ohne Angst haben zu müssen, etwas falsch zu machen.
Und wenn die Karte fertig ist, wirkt sie überraschend hochwertig – obwohl die Technik so simpel ist.
Material:
- Farbiges Papier (Weiß, Braun, Grau)
- Kleber
- Schwarze Marker
- Kartenvordruck (A5 oder A4)
- Optional: Wackelaugen
Anleitung:
Schritt 1: Zerknittere Papier in verschiedenen Farben (Weiß für Bauch, Braun/Grau für Ohren).
Schritt 2: Klebe die zerknitterten Papierstücke in Form eines Hasen auf die Karte.
Schritt 3: Mit Markern Augen, Nase und Schnurrhaare aufmalen.
Schritt 4: Optional: Mit Wackelaugen noch mehr Charakter geben.
Zeitaufwand: 15-20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ (sehr einfach)
So klappt das Basteln garantiert stressfrei
Du kennst das: Kaum liegt das Material auf dem Tisch, herrscht Chaos.
Damit das Basteln entspannt bleibt, hier ein paar bewährte Tricks.
Vorbereitung ist alles: Schneide komplizierte Teile selbst vor – dein Kind übernimmt die Dekoration.
So vermeidest du Frust und dein Kind hat schneller Erfolgserlebnisse.
Arbeitsplatz schützen: Alte Zeitungen oder eine Wachstischdecke unter dem Bastelmaterial sparen dir später Putzarbeit.
Fingerfarben und Kleber landen garantiert überall.
Weniger ist mehr: Starte mit einem Projekt, nicht mit fünf gleichzeitig.
Ein fertiges Ergebnis motiviert mehr als drei angefangene Karten.
Pausen einplanen: Gerade jüngere Kinder brauchen zwischendurch eine kurze Pause.
Lieber 15 Minuten konzentriert basteln als eine Stunde mit Quengeln.
Perfektion vergessen: Die Karte muss nicht Instagram-tauglich sein.
Schief geklebte Augen und bunte Farbkleckse machen sie einzigartig – und genau das lieben Oma und Opa.
Osterkarten mit Kindern basteln – Das Fazit
Mit diesen 8 Ideen wird jedes Kind zum Kartenkünstler – ganz ohne Zeichentalent erforderlich!
Jede Methode ist schnell, einfach und mit Materialien umsetzbar, die du meistens zu Hause hast.
Du musst nicht alle 8 Projekte auf einmal machen.
Such dir zwei oder drei aus, die zu deinem Kind und eurem Zeitbudget passen.
Die Handabdruck-Karte ist perfekt für die Kleinsten, die Fensterbilder-Karte fasziniert ältere Kinder.
Und wenn dein Kind Lust auf 3D hat, probiert die Fenster-Karte oder das Papierrollen-Projekt.
Das Wichtigste: Die Zeit, die ihr zusammen verbringt.
Nicht das perfekte Ergebnis, sondern das gemeinsame Lachen, die bunten Finger und der Stolz in den Augen deines Kindes – das zählt.
Die Karten werden verschickt, Oma und Opa freuen sich riesig, und dein Kind lernt: Ich kann etwas schaffen, das anderen Freude macht.
Also: Hol das Bastelmaterial raus, mach die Musik an und leg los.
Die beste Osterkarte ist die, die mit Liebe gemacht wurde.
Frohes Schenken
Julie