In der Vorweihnachtszeit und auch zu Weihnachten gibt es oft eine ganze Menge lieber Menschen, bei denen du dich für das Jahr bedanken möchtest und denen du gern eine kleine Freude machen möchtest – die Kollegin, die Nachbarin oder die Freundin.
Ein selbstgemachtes Peeling ist dafür eine richtig schöne Idee, und zu Weihnachten darf es natürlich nach Bratapfel, Zimt oder Vanillekipferl duften.
Wenn du dein Peeling selber machen möchtest, findest du hier zehn Rezepte für Körper und Lippen, jedes mit einer kleinen Idee, wie du es schön verschenken kannst.
Dazu erfährst du, worauf du bei Weihnachtsgewürzen achten solltest, denn genau das fehlt in vielen Rezepten, die im Netz kursieren.
Bevor es ans Anrühren geht, schauen wir deshalb kurz auf Zimt, Nelke und Co., denn nicht alles, was in deinen Plätzchen gut schmeckt, mag auch deine Haut.
Zimt, Nelke und Co.: Was Weihnachtsgewürze mit deiner Haut machen
Sobald es draußen früh dunkel wird, riecht es in vielen Küchen nach Zimt, Nelken und frisch gebackenen Plätzchen.
Kein Wunder, dass diese Düfte auch im Peeling so schön sind, denn sie holen die Weihnachtszeit direkt mit unter die Dusche.
Gewürze sind allerdings mehr als nur Duft, einige davon sind ziemlich intensiv und können empfindliche Haut reizen.
Bevor du loslegst, lohnt sich deshalb ein kurzer Blick darauf, was in dein Weihnachtspeeling gehört und was du lieber im Gewürzregal lässt.
Gewürzpulver oder ätherisches Öl? Darauf kommt es an
Wenn du online nach Rezepten suchst, wirst du oft auf ätherisches Zimtöl stoßen, und genau da würde ich vorsichtig sein.
Zimtöl ist hochkonzentriert und enthält viel Zimtaldehyd, einen Stoff, der als stark hautreizend gilt und häufig Allergien auslöst.
Für deine Weihnachtspeelings greifst du deshalb einfach zu gemahlenen Gewürzen aus deinem Küchenschrank, die duften schön und sind deutlich milder.
Auch hier reicht eine kleine Menge, als Faustregel sind ein halber bis ein Teelöffel Gewürzpulver auf 200 g Zucker genug.
Bei Nelken bist du mit einer Prise gut beraten, weil der enthaltene Duftstoff Eugenol bei manchen Menschen eine Kontaktallergie auslösen kann.
Lebkuchengewürz ist eine Mischung aus mehreren Gewürzen wie Zimt, Nelken, Muskat und Ingwer, deshalb dosierst du es ebenfalls sparsam.
Ganz unkompliziert sind dagegen Vanille und Kakao, sie duften nach Weihnachtsbäckerei und sind sanft zur Haut.
Und wenn du zu ätherischen Ölen wie Orange, Rosmarin oder Pfefferminze greifst, bleibst du bei wenigen Tropfen, die genaue Menge findest du jeweils beim Rezept.
Probier jede neue Mischung am besten zuerst an einer kleinen Stelle an deinem Unterarm aus, dann weißt du sofort, ob deine Haut sie mag.
Bleibt noch eine Stelle, an der Gewürze wirklich nichts verloren haben.
Warum Gewürzpeelings nicht ins Gesicht gehören
Die Haut in deinem Gesicht ist dünner und empfindlicher als am Körper, und die Kombination aus Reibung und Gewürzen ist dort einfach zu viel.
Statt glatter Haut bekommst du im schlimmsten Fall Rötungen oder ein unangenehmes Brennen.
Dazu kommt ein ganz praktischer Punkt: Wer mit Zimt an den Fingern im Gesicht peelt, hat die Gewürze schnell in der Nähe der Augen, und das brennt.
Alle Gewürzpeelings in diesem Artikel sind deshalb für den Körper gedacht, also für Arme, Beine, Rücken oder Füße.
Für die Lippen gibt es weiter unten eigene Varianten, die ganz ohne Gewürze auskommen und trotzdem nach Winter schmecken.
Wenn du ein Gewürzpeeling verschenkst, schreib am besten „nur für den Körper“ mit aufs Etikett, dann weiß die Beschenkte sofort Bescheid.
Und jetzt geht es ans Anrühren, und zwar mit einem Duft, bei dem viele sofort an Advent denken.
Körperpeeling zu Weihnachten selber machen: Sieben duftende Rezepte
Alle Rezepte in diesem Abschnitt folgen demselben einfachen Prinzip: zwei Teile Zucker oder Salz, ein Teil Öl und ein Duft, der nach Weihnachten riecht.
Was sie unterscheidet, sind die Gewürze, die Farbe und die kleinen Extras, die aus jedem Peeling ein eigenes Geschenk machen.
Ein Tipp vorab, der für alle Rezepte gilt: Mische Gewürze immer zuerst mit dem trockenen Zucker und gib erst danach das Öl dazu, so verteilen sie sich gleichmäßig und es entstehen keine Zimtnester.
Ohne frische Zutaten halten sich die Peelings gut verschlossen und trocken gelagert etwa zwei bis drei Monate, bei Ausnahmen steht es direkt beim Rezept.
Bratapfel-Peeling: Wenn es im Bad nach Advent duftet
Beim Bratapfel denken viele sofort an kalte Winterabende, an den Duft aus dem Backofen und an Vanillesoße.
Genau dieses Gefühl holst du dir mit diesem Peeling ins Badezimmer.
Das Überraschende daran: Echter Apfel kommt gar nicht hinein, denn frisches Obst würde im Peeling schnell verderben.
Der typische Bratapfelduft entsteht aus Zimt, Vanille und braunem Zucker, genau den Zutaten, die auch im Ofen den Unterschied machen.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 150 g weißen Zucker
- 50 g braunen Zucker
- ½ TL Zimt
- das Mark einer halben Vanilleschote oder 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 100 ml Mandel- oder Kokosöl
- 2 bis 3 getrocknete Apfelchips als Deko
Vermische beide Zuckersorten mit Zimt und Vanille in einer Schüssel.
Falls du Kokosöl verwendest, schmilzt du es kurz im Wasserbad und lässt es etwas abkühlen.
Gib das Öl nach und nach dazu und rühre so lange, bis die Mischung aussieht wie feuchter Sand.
Fülle dein Peeling ab und lege die Apfelchips obenauf, sie sind nur Deko und werden vor der ersten Anwendung herausgenommen.
Als Geschenk wird es besonders schön, wenn du das Döschen zusammen mit einem roten Apfel und einer Zimtstange mit Band zusammenbindest.
Dazu noch ein kleines Kärtchen mit deinem Lieblingsrezept für echten Bratapfel, und die Beschenkte hat gleich zwei Dinge, auf die sie sich freuen kann.
Wenn du den Zimt im Bratapfel magst, wird dir das nächste Peeling gefallen, denn dort spielt er die Hauptrolle.
Zimt-Peeling: Der Klassiker unter den Weihnachtsdüften
Für viele riecht Weihnachten vor allem nach einem Gewürz, und das ist Zimt.
Dieses Peeling ist deshalb bewusst schlicht gehalten, damit der Zimt ganz im Mittelpunkt steht.
Mit braunem Zucker bekommt es eine warme, karamellige Farbe, in der die feinen Zimtsprenkel richtig schön zur Geltung kommen.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 200 g braunen Zucker
- 1 TL Zimt, am besten Ceylon-Zimt
- 100 ml Kokosöl
- 1 Zimtstange als Deko
Ceylon-Zimt duftet feiner und etwas milder als der kräftige Cassia-Zimt aus dem Supermarkt, beides funktioniert aber.
Vermische den Zucker gründlich mit dem Zimt, bis keine hellen Stellen mehr zu sehen sind.
Schmilz das Kokosöl im Wasserbad, lass es kurz abkühlen und rühre es dann nach und nach unter.
Fülle das Peeling ab und stecke die Zimtstange seitlich ins Döschen, dann sieht man schon von außen, was drin ist.
Zimt fördert die Durchblutung, deshalb kann sich die Haut nach dem Peeling ein bisschen warm anfühlen, das ist ganz normal.
Brennt es dagegen, spülst du das Peeling gleich ab und nimmst beim nächsten Mal weniger Zimt.
Weil das Rezept so wenig kostet und schnell gemacht ist, eignet es sich wunderbar für mehrere kleine Geschenke auf einmal.
Fülle es zum Beispiel in Mini-Döschen und verschenke es beim Wichteln im Büro, im Sportverein oder an alle, die dir im Advent eine Kleinigkeit wert sind.
Noch würziger wird es übrigens, wenn zum Zimt ein paar weitere Gewürze und ein Löffel Honig dazukommen.
Lebkuchen-Peeling mit Honig: Wie frisch aus der Weihnachtsbäckerei
Lebkuchen gehört für viele einfach zur Adventszeit dazu, ob vom Weihnachtsmarkt oder aus der eigenen Küche.
Dieses Peeling nimmt genau diesen Duft auf und bekommt mit Honig und etwas Kakao auch die typische dunkle Farbe.
Der Honig ist dabei nicht nur eine Anspielung auf den klassischen Honiglebkuchen, er macht die Mischung auch schön geschmeidig.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 200 g braunen Zucker
- ½ TL Lebkuchengewürz
- 1 TL Kakaopulver
- 1 EL Honig
- 100 ml Mandelöl
Beim Lebkuchengewürz nimmst du bewusst weniger als beim Zimt-Peeling, weil in der Mischung auch Nelken und andere kräftige Gewürze stecken.
Vermische zuerst Zucker, Gewürz und Kakao, bis alles eine gleichmäßige Farbe hat.
Rühre dann den Honig unter und gib zum Schluss nach und nach das Mandelöl dazu.
Weil sich Honig und Öl nicht ganz verbinden, kann sich der Honig mit der Zeit etwas absetzen, einmal kurz umrühren vor dem Benutzen reicht dann völlig.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, welche Öle und Zutaten sich grundsätzlich für ein Peeling eignen, findest du alles in meinem Artikel zum Peeling selber machen. [Interner Link]
Als Geschenk kannst du das Lebkuchen-Peeling zusammen mit ein paar Elisenlebkuchen in eine kleine Schachtel legen.
So bekommt die Beschenkte einen Lebkuchen zum Genießen und einen für die Dusche, und du wirst sehen, dass diese kleine Idee gut ankommt.
Wem das alles ein bisschen zu würzig ist, der wird sich über das nächste Rezept freuen, denn es kommt ganz ohne Gewürze aus.
Vanillekipferl-Peeling: Dein Lieblingsplätzchen fürs Badezimmer
Vanillekipferl sind für viele das Plätzchen, das auf dem Weihnachtsteller zuerst verschwindet.
Weil es ganz ohne Gewürze auskommt, ist es die sanfteste Variante in diesem Artikel und eignet sich auch gut für empfindliche Haut am Körper oder für die Hände.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 200 g feinen weißen Zucker
- das Mark einer Vanilleschote oder 2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 100 ml Kokosöl
Das Kokosöl gibt dem Peeling eine cremige Konsistenz und einen zarten Duft, der wunderbar zum butterigen Charakter der Kipferl passt.
Vanilleextrakt würde ich hier nicht nehmen, weil er oft Alkohol enthält.
Kratze das Mark aus der Schote und reibe es mit den Fingerspitzen in den Zucker, so verteilen sich die kleinen schwarzen Pünktchen gleichmäßig.
Schmilz das Kokosöl, lass es kurz abkühlen und rühre es nach und nach unter, bis eine weiche, weiße Masse entsteht.
Die ausgekratzte Schote musst du übrigens nicht wegwerfen, steck sie einfach in dein Zuckerglas in der Küche, dann hast du nach ein paar Tagen deinen eigenen Vanillezucker.
Als Geschenk sieht das Peeling besonders schön aus, wenn du einen kleinen Plätzchenausstecher in Halbmond- oder Sternform mit Band am Deckel befestigst.
Den kann die Beschenkte später beim Backen benutzen, und das Peeling passt perfekt in eine Tüte mit selbstgebackenen Plätzchen.
Bleiben wir noch kurz bei den Leckereien, denn das nächste Peeling duftet nach einer Süßigkeit, die für viele genauso zu Weihnachten gehört.
Orangen-Mandel-Peeling: Süß wie Orangenmarzipan
Orangen und Mandeln gehören in der Weihnachtszeit zusammen, ob im Stollen, in Plätzchen oder als Orangenmarzipan.
Dieses Peeling verbindet beides: Mandelöl pflegt die Haut, und getrocknete Orangenschale bringt Farbe und einen frischen, fruchtigen Duft.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 200 g weißen Zucker
- 100 ml Mandelöl
- die abgeriebene Schale einer Bio-Orange, vollständig getrocknet
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- optional 5 Tropfen ätherisches Orangenöl
Das Wichtigste bei diesem Rezept ist die Orangenschale, denn sie muss wirklich komplett trocken sein.
Verteile sie dafür dünn auf einem Backblech und trockne sie bei etwa 50 Grad für ein bis zwei Stunden im Ofen, bis sie sich knusprig anfühlt.
Mandelöl selbst duftet kaum, und Bittermandelaroma gehört nicht auf die Haut, der Vanillezucker rundet den Duft aber so ab, dass er an Orangenmarzipan erinnert.
Vermische Zucker, Vanillezucker und Orangenschale, gib nach Wunsch das Orangenöl ins Mandelöl und rühre das Öl dann nach und nach unter.
Durch die Orangenschale hält sich dieses Peeling etwas kürzer, am besten verbrauchst du es innerhalb von vier Wochen.
Und weil Zitrusdüfte die Haut lichtempfindlicher machen können, nutzt du es am besten abends.
Schreib beim Verschenken unbedingt mit aufs Etikett, dass Mandelöl drin ist, denn bei einer Nussallergie ist das wichtig zu wissen.
Eine schöne Geschenkidee dazu ist eine Orange, die du mit Gewürznelken spickst, denn so eine Nelkenorange duftet tagelang und ist gleichzeitig eine hübsche Weihnachtsdeko.
Zusammen mit dem Peeling in einer kleinen Schachtel hat die Beschenkte dann einen Duft fürs Bad und einen fürs Wohnzimmer.
Dass die Orange aber auch ganz anders kann, zeigt das nächste Rezept, denn dort wird es frisch statt süß.
Orangen-Rosmarin-Salzpeeling: Die frische Pause zwischen all den Plätzchen
Nach so viel Vanille, Zimt und Lebkuchen tut ein Duft gut, der ganz anders ist.
Dieses Salzpeeling riecht frisch und ein bisschen herb, und genau das macht es zur schönen Abwechslung in der Adventszeit.
Salz ist gröber als Zucker und bleibt unter der warmen Dusche länger griffig, deshalb fühlt sich dieses Peeling spürbar kräftiger an.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 200 g feines Meersalz
- 100 ml Mandel- oder Kokosöl
- 5 Tropfen ätherisches Orangenöl
- 2 bis 3 Tropfen ätherisches Rosmarinöl
- 1 kleiner getrockneter Rosmarinzweig und 1 getrocknete Orangenscheibe als Deko
Rosmarin ist ziemlich intensiv, deshalb reichen wirklich zwei bis drei Tropfen, sonst überdeckt er die Orange komplett.
Gib beide Öle zuerst ins Trägeröl, rühre gut um und mische dann das Salz nach und nach unter.
Getrocknete Rosmarinnadeln würde ich nicht ins Peeling geben, weil sie spitz sind und auf der Haut kratzen können.
Beachte auch, dass Salz auf frisch rasierter Haut oder kleinen Kratzern brennen kann, und wegen der Orange gilt derselbe Hinweis zur Sonne wie beim vorherigen Rezept.
Für die Deko bindest du den Rosmarinzweig und die Orangenscheibe mit etwas Juteband auf den Deckel, der Zweig sieht dabei aus wie ein kleiner Tannenzweig.
Weil der Duft eher frisch als süß ist, eignet sich dieses Peeling auch wunderbar für alle, die mit Vanille und Plätzchenduft nicht so viel anfangen können, zum Beispiel für deinen Papa, deinen Bruder oder deinen Partner.
Frisch geht es auch im nächsten Rezept weiter, allerdings deutlich verspielter und in Rot und Weiß.
Peppermint-Candy-Peeling: Zuckerstangen-Look für müde Füße
Rot-weiß gestreifte Zuckerstangen hängen in der Adventszeit an vielen Tannenbäumen, und genau diesen Look bekommt dein Peeling.
Die Streifen entstehen dabei ganz ohne Lebensmittelfarbe, denn du schichtest einfach weißes Meersalz und rosa Himalayasalz abwechselnd übereinander.
Weil beide Salzsorten grob sind, ist dieses Peeling ideal für die Füße, und das Pfefferminzöl sorgt für ein angenehm kühles Gefühl.
Für ein Döschen mit etwa 250 ml brauchst du:
- 100 g grobes Meersalz
- 100 g grobes rosa Himalayasalz
- 100 ml Mandel- oder Kokosöl
- 5 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
- 1 kleine Zuckerstange als Deko
Rühre zuerst das Pfefferminzöl ins Trägeröl und teile die Mischung dann auf zwei Schüsseln auf.
In die eine Schüssel kommt das weiße Salz, in die andere das rosa Salz, und beides rührst du gut durch.
Für die Streifen füllst du immer abwechselnd einen Löffel Weiß und einen Löffel Rosa in ein durchsichtiges Döschen, am besten eines mit geraden Wänden, dann sind die Schichten besonders schön zu sehen.
Nach einem langen Tag auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Geschenkebummel ist so ein Fußpeeling genau das Richtige.
Wasch dir nach dem Peelen die Hände, damit das Pfefferminzöl nicht in die Augen gelangt, und halte es von Babys und kleinen Kindern fern.
Als Geschenk bindest du die Zuckerstange mit einem rot-weißen Band an den Deckel.
Und wenn du nach einer Idee für den Nikolausstiefel suchst, passt dieses Peeling zusammen mit einem Paar kuscheliger Socken perfekt hinein.
Damit hast du sieben Peelings für den Körper, fehlen nur noch die Lippen, die im Winter oft am meisten mitmachen.
Lippenpeeling selber machen: Drei Varianten für die Winterzeit
Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen, das merken deine Lippen im Winter oft als Erstes.
Ein Lippenpeeling löst die kleinen trockenen Hautschüppchen, damit deine Lippenpflege danach besser einziehen kann.
Für alle drei Varianten gilt eine klare Regel: Gewürze und ätherische Öle bleiben hier draußen, denn die Haut auf den Lippen ist besonders dünn und empfindlich.
In jedes Rezept kommt dafür ein wenig Kokosöl, denn es macht das Peeling cremiger, lässt es sanfter über die Lippen gleiten und hinterlässt einen feinen Pflegefilm, der deine Lippen spürbar weicher macht.
Wenn du lieber darauf verzichten möchtest, kannst du das Kokosöl auch weglassen, dann bindet der Honig die Körner allein und hält die Lippen trotzdem geschmeidig.
Wärme das Kokosöl vor dem Verrühren kurz an, dann verbindet es sich besser mit Zucker und Honig.
Die Anwendung ist bei allen gleich, du tupfst eine erbsengroße Menge auf, reibst sie eine halbe Minute sanft ein, nimmst sie mit einem warmen, feuchten Tuch ab und trägst danach deine gewohnte Lippenpflege auf.
Auf rissigen oder wunden Stellen lässt du das Peeling lieber weg.
Jedes Rezept ergibt ein kleines Döschen mit etwa 15 ml, und weil du etwas mehr Zucker als Honig nimmst, bleiben die Körner fest und das Peeling hält sich rund vier Wochen.
Zucker und Honig: Der schlichte Klassiker für weiche Lippen
Manchmal braucht es nur ganz wenige Zutaten, und dieses Lippenpeeling ist der beste Beweis dafür.
Für ein Döschen brauchst du:
- 3 TL feinen braunen Zucker
- 2 TL Honig
- ½ TL Kokosöl
Verrühre alles zu einer zähen Paste und fülle sie in ein kleines Döschen.
Brauner Zucker ist etwas weicher als weißer und deshalb besonders angenehm auf den Lippen.
Weil so ein Mini-Döschen kaum Platz braucht, passt es wunderbar in einen selbstgemachten Adventskalender oder als kleine Überraschung in eine Weihnachtskarte mit Umschlag.
Wer es gern etwas genussvoller mag, wird die nächste Variante lieben.
Heiße Schokolade: Ein bisschen Kakao für deine Lippen
Dieses Lippenpeeling duftet nach der Tasse Kakao, die man sich an kalten Tagen so gern gönnt.
Für ein Döschen brauchst du:
- 3 TL feinen braunen Zucker
- 1 TL ungesüßtes Kakaopulver
- 2 TL Honig
- ½ TL Kokosöl
Vermische zuerst Zucker und Kakao, damit keine Klümpchen entstehen, und rühre dann Honig und Kokosöl unter.
Der zarte Kokosduft passt hier besonders gut zur Schokolade.
Da alle Zutaten aus der Küche kommen, ist es auch nicht schlimm, wenn beim Einreiben ein bisschen davon auf der Zunge landet.
Als Geschenk kombinierst du das Döschen mit einer Trinkschokolade am Stiel oder einer Packung Kakao, und fertig ist ein kleines Heiße-Schokolade-Set für gemütliche Winterabende.
Und für alle, die es lieber fruchtig mögen, gibt es noch eine dritte Variante.
Winterbeere: Zartrosa Lippen mit Himbeere oder Cranberry
Gefriergetrocknete Beeren geben diesem Lippenpeeling eine zartrosa Farbe und einen feinen, fruchtigen Duft.
Du findest sie meist im Supermarkt beim Backzubehör oder in der Drogerie.
Für ein Döschen brauchst du:
- 3 TL feinen weißen Zucker
- 1 TL gefriergetrocknete Himbeeren oder Cranberrys
- 2 TL Honig
- ½ TL Kokosöl
Zerstoße die Beeren im Mörser zu feinem Pulver und streiche es durch ein kleines Sieb, damit die harten Himbeerkerne nicht im Peeling landen.
Normale getrocknete Cranberrys eignen sich dafür nicht, weil sie weich und feucht sind und das Peeling schneller verderben würde.
Vermische das Beerenpulver mit dem Zucker und rühre dann Honig und Kokosöl unter, bis alles gleichmäßig rosa ist.
Eine schöne Idee zum Verschenken ist ein kleines Lippenpeeling-Trio: alle drei Varianten in Mini-Döschen, nebeneinander in einer Schachtel, und die Beschenkte kann sich jeden Tag aussuchen, worauf sie gerade Lust hat.
Selbstgemachtes Peeling als Mitbringsel für die Weihnachtszeit
Wenn du jetzt Lust bekommen hast loszulegen, dann rühr am besten gleich mehrere Sorten auf einmal an.
Die Zutaten stehen dann sowieso schon auf dem Tisch, und du hast bis Weihnachten immer ein kleines Mitbringsel griffbereit.
Die Lippenpeelings in Mini-Döschen sind übrigens perfekt für einen Adventskalender.
Und die größeren Döschen passen wunderbar in eine Geschenkbox oder einen Weihnachtskorb, zum Beispiel neben selbstgebackene Plätzchen.
Ich wünsche dir eine schöne und entspannte Vorweihnachtszeit.
Frohes Schenken
Julie