Du möchtest dieses Jahr etwas Selbstgemachtes verschenken, hast im Dezember aber kaum Zeit für aufwendige Bastelprojekte?
Dann ist Seife genau das Richtige für dich.
Seife zu Weihnachten selber zu machen, geht mit der richtigen Methode ganz einfach, ohne Lauge und ohne Vorkenntnisse.
Für eine einfache Seife brauchst du dabei kaum mehr als eine halbe Stunde.
Hier findest du acht Rezepte mit genauen Mengen, von der Zimt-Orangen-Seife über die Tannen-Seife bis zur Glühwein-Seife.
Dazu erfährst du, welche Fehler du dir sparen kannst und wie deine Seife bis Weihnachten schön bleibt.
Zum Schluss zeige ich dir, wie du sie so verpackst, dass aus deiner Seife ein richtig schönes Geschenk wird.
Bevor es losgeht, schauen wir uns kurz an, welche Methode für deine Weihnachtsseife die richtige ist.
Seife zu Weihnachten selber machen: So geht’s

Es gibt zwei Wege, Seife herzustellen.
Bei der klassischen Naturseife rührst du Öle mit Natronlauge an, und die fertige Seife muss danach vier bis sechs Wochen reifen.
Weil Lauge ätzend ist, brauchst du dafür Schutzbrille, Handschuhe und etwas Erfahrung.
Für deine Weihnachtsseife nehmen wir deshalb den zweiten Weg, der Melt & Pour heißt, also schmelzen und gießen.
Du verwendest dafür eine fertige Seifenbasis, bei der der Hersteller den Teil mit der Lauge schon übernommen hat.
Du schmilzt sie also nur, gibst Farbe und Duft dazu und gießt sie in eine Form.
Nach ein bis zwei Stunden ist sie fest und kann direkt verschenkt werden.
Das macht die Methode ideal, wenn du zum ersten Mal Seife gießt oder es schnell gehen soll.
Damit du gleich loslegen kannst, schauen wir uns zuerst das Material und die Grundanleitung an.
Das brauchst du für deine Seife
Die gute Nachricht zuerst: Einen Teil davon hast du wahrscheinlich schon in deiner Küche.
Für die Seife selbst brauchst du diese Dinge:
- Seifenbasis für Melt & Pour, entweder transparent oder weiß
- Silikonformen, zum Beispiel in Stern-, Tannenbaum- oder Lebkuchenmann-Form
- Seifenpigmente oder flüssige Seifenfarbe
- ein kosmetisches Duftöl, das ausdrücklich für Seife geeignet ist
- ein Sprühfläschchen mit Isopropanol, auch Alkoholspray genannt
Dazu kommen ein paar Küchenhelfer:
- ein Messbecher aus hitzebeständigem Glas
- ein Topf für das Wasserbad oder eine Mikrowelle
- eine Küchenwaage
- ein Messer und ein Schneidebrett
- ein Löffel oder Holzstäbchen zum Umrühren
Die transparente Basis eignet sich gut für leuchtende Farben, die weiße für zarte, cremige Töne.
Das Alkoholspray klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, ist aber einer der wichtigsten Helfer beim Seifengießen.
Es entfernt kleine Bläschen auf der Oberfläche und sorgt später dafür, dass mehrere Schichten gut aneinander halten.
Beim Messbecher empfehle ich dir Glas, weil es hitzebeständig ist und sich nach dem Gießen gründlich reinigen lässt.
Plastik nimmt Duftöle dagegen gern an, deshalb nutzt du einen Messbecher aus Kunststoff danach besser nur noch für deine Seife.
So gießt du deine Seife in vier Schritten
Diese Grundanleitung ist die Basis für alle acht Rezepte, die gleich folgen.
Als Ausgangsmenge nehmen wir 100 Gramm Seifenbasis, das reicht für ein normales Seifenstück oder drei bis vier kleine Formen.
Schritt 1: Seifenbasis schmelzen
Schneide die Seifenbasis in kleine Würfel, damit sie gleichmäßig schmilzt.
Gib die Würfel in den Messbecher und schmilz sie im Wasserbad oder in der Mikrowelle in kurzen Intervallen von etwa 30 Sekunden.
Wichtig ist, dass die Masse nicht kocht, weil sie sonst zäh wird und sich verfärben kann.
Schritt 2: Farbe und Duft einrühren
Rühre zuerst die Farbe ein, am besten tropfenweise, bis dir der Farbton gefällt.
Danach kommt das Duftöl dazu, und zwar genau in der Menge, die der Hersteller für Seife angibt.
Rühre langsam, damit möglichst wenig Luft in die Masse gelangt.
Schritt 3: In die Form gießen
Gieß die Seife gleichmäßig in die Silikonform.
Sprüh direkt danach etwas Alkoholspray auf die Oberfläche, damit die Bläschen verschwinden.
Schritt 4: Fest werden lassen und herauslösen
Lass die Seife bei Zimmertemperatur fest werden, was je nach Größe der Form etwa ein bis zwei Stunden dauert.
Danach drückst du sie vorsichtig aus der Silikonform, und schon ist deine erste Seife fertig.
Mit dieser Grundanleitung im Kopf kann es jetzt richtig weihnachtlich werden.
Den Anfang macht ein Duft, an den fast jede sofort denkt, wenn es um Weihnachten geht.
8 Rezepte für Weihnachtsseife, die nach Plätzchen, Tanne und Glühwein duftet
Alle acht Rezepte bauen auf der Grundanleitung auf, die du gerade kennengelernt hast.
Bei jeder Seife findest du deshalb nur die Zutaten mit Mengen und die Schritte, die von der Grundanleitung abweichen.
Für den weihnachtlichen Duft verwendest du immer ein Duftöl, das ausdrücklich für Seife geeignet ist.
Viele Hersteller bieten fertige Weihnachtsdüfte an, du kannst aber auch zwei Düfte miteinander kombinieren.
Wenn du zum ersten Mal Seife gießt, startest du am besten mit der Zimt-Orangen-, der Tannen- oder der Glühwein-Seife, weil du dafür nur eine Farbe brauchst.
Zimt-Orangen-Seife

Zimt und Orange gehören zu den beliebtesten Weihnachtsdüften überhaupt.
Die Mischung wirkt warm und frisch zugleich und kommt deshalb bei fast allen gut an.
Zutaten
- 100 g transparente Seifenbasis
- ein paar Tropfen orangefarbene Seifenfarbe
- Duftöl Zimt-Orange oder eine Kombination aus Orange und Zimt
- eine Prise kosmetischer Goldglimmer, wenn du magst
- eine runde Silikonform oder eine Form in Sternform
So machst du sie
Färbe die geschmolzene Seifenbasis nur leicht ein, damit ein warmer, honigfarbener Ton entsteht.
Durch die transparente Basis wirkt die Seife später fast wie ein Bernstein, wenn Licht darauf fällt.
Wenn du Goldglimmer verwendest, rührst du ihn zusammen mit der Farbe ein.
Zimtdüfte sind recht kräftig, deshalb lohnt sich hier ein genauer Blick auf die Herstellerangabe.
Getrocknete Orangenscheiben und Zimtstangen passen wunderbar dazu, gehören aber in die Verpackung und nicht in die Seife.
In der Seife würden sie mit der Zeit feucht werden und könnten schimmeln.
Außerdem sind sie recht groß und hart, sodass sie beim Händewaschen unangenehm kratzen können.
Und sobald sich die Seife abnutzt, lösen sie sich heraus und das Stück zerfällt schneller.
Im nächsten Rezept wird es süß und würzig, und zum ersten Mal kommen zwei Farben ins Spiel.
Lebkuchen-Seife in Lebkuchenmann-Form

Diese Seife sieht aus, als käme sie direkt aus der Weihnachtsbäckerei.
Der besondere Kniff dabei sind die weißen Details, die du zuerst in die Form gießt.
Zutaten
- 90 g weiße Seifenbasis für den Körper
- 10 g weiße Seifenbasis für die Details
- braune Seifenfarbe und ein Hauch Rot für einen warmen Lebkuchenton
- Duftöl Lebkuchen
- eine Silikonform in Lebkuchenmann-Form mit Gesicht und Knöpfen
So machst du sie
Schmilz zuerst die 10 Gramm für die Details und lass sie ungefärbt.
Tropfe die weiße Seife mit einer Pipette oder einem kleinen Löffel in die Vertiefungen für Augen, Mund und Knöpfe.
Lass die Details etwa zehn Minuten fest werden und sprüh sie dann mit Alkoholspray ein.
Danach schmilzt du die restliche Seifenbasis, färbst sie braun und gibst das Duftöl dazu.
Lass die braune Masse kurz abkühlen, bevor du sie in die Form gießt, sonst schmelzen die weißen Details wieder an.
Wenn du den Lebkuchenmann aus der Form drückst, sitzen Augen und Knöpfe genau an der richtigen Stelle.
Mit genau dieser Technik entsteht auch die nächste Seife, nur dass das Weiß hier eine ganze Schicht bildet.
Zimtstern-Seife mit weißer Zuckerguss-Schicht

Ein Zimtstern ohne weiße Glasur wäre kein richtiger Zimtstern.
Genau diese Glasur machst du hier mit einer zweiten Seifenschicht nach.
Zutaten
- 30 g weiße Seifenbasis für die Zuckerguss-Schicht
- 70 g weiße Seifenbasis für den Stern
- hellbraune Seifenfarbe
- ein Duftöl mit Zimt- oder Mandelnote, manche Hersteller bieten auch ein Duftöl mit dem Namen Zimtstern an
- eine Silikonform in Sternform
So machst du sie
Da die Oberseite der Seife beim Gießen unten in der Form liegt, beginnst du mit der weißen Schicht.
Gieß die 30 Gramm ungefärbte Seife in die Form, sodass der Boden etwa drei bis vier Millimeter bedeckt ist.
Warte etwa 15 Minuten, bis sich eine feste Haut gebildet hat, und sprüh die Oberfläche mit Alkoholspray ein.
Färbe dann die restliche Seifenbasis hellbraun und gib das Duftöl dazu.
Lass auch diese Masse kurz abkühlen, damit sie die weiße Schicht nicht wieder anschmilzt.
Gieß sie anschließend vorsichtig über einen Löffel auf die weiße Schicht.
Nach dem Herauslösen drehst du den Stern um, und die weiße Glasur liegt oben.
Wenn dir das Arbeiten mit Schichten gefällt, wird dir das nächste Rezept besonders viel Freude machen.
Schichtseife in Rot, Weiß und Grün
Diese Seife gießt du in einem Block und schneidest sie erst danach in Stücke.
Der schönste Moment ist deshalb der erste Schnitt, wenn die drei Farben sichtbar werden.
Zutaten
- 100 g transparente Seifenbasis mit roter Seifenfarbe und Duftöl Kirsche
- 100 g weiße Seifenbasis mit Duftöl Vanille, nicht verfärbend
- 100 g transparente Seifenbasis mit grüner Seifenfarbe und Duftöl Pfefferminz
- eine Kastenform aus Silikon
So machst du sie
Jede Schicht bekommt ihren eigenen Duft, und zusammen erinnern sie an eine Zuckerstange.
Wenn du es schlichter magst, nimmst du für alle drei Schichten denselben Duft.
Durch den Wechsel zwischen transparenter und weißer Basis wirken die Farben besonders klar.
Gieß zuerst die rote Schicht in die Form und lass sie etwa 15 bis 20 Minuten anziehen.
Raue die Oberfläche mit einer Gabel leicht an und sprüh sie mit Alkoholspray ein.
So verbindet sich die nächste Schicht gut mit der ersten und löst sich später nicht ab.
Wiederhole das Ganze mit der weißen und zum Schluss mit der grünen Schicht.
Lass den Block danach einige Stunden vollständig fest werden, bevor du ihn aus der Form nimmst.
Mit einem scharfen Messer schneidest du ihn je nach Dicke in drei bis vier Stücke.
Rot, Weiß und Grün sind die Klassiker, doch das nächste Rezept setzt ganz auf die Farbe des Waldes.
Tannen-Seife mit goldenen Konturen

Diese Seife duftet nach einem Spaziergang durch den Winterwald.
Ihr besonderer Effekt entsteht schon, bevor du überhaupt gießt.
Zutaten
- 100 g transparente Seifenbasis
- dunkelgrüne Seifenfarbe
- Duftöl Tanne oder Fichte
- kosmetischer Goldglimmer
- eine Silikonform in Tannenbaumform mit deutlichen Konturen
So machst du sie
Tupfe den Goldglimmer mit einem trockenen Pinsel in die leere Form, vor allem in die Rillen und Kanten des Baums.
Klopfe überschüssigen Glimmer vorsichtig aus der Form, damit er sich nicht in der ganzen Seife verteilt.
Färbe die geschmolzene Seifenbasis dunkelgrün und gib das Duftöl dazu.
Lass die Masse kurz abkühlen und gieß sie langsam in die Form, damit der Glimmer an seinem Platz bleibt.
Nach dem Herauslösen glänzen Zweige und Konturen golden, während der Rest der Seife grün bleibt.
Durch die transparente Basis wirkt das Grün besonders tief und satt.
Vom Wald geht es jetzt auf den Weihnachtsmarkt, zu einem Duft, den kaum jemand mit Seife verbinden würde.
Glühwein-Seife in tiefem Rot

Diese Seife fällt vor allem durch ihre Farbe auf, die an ein Glas Glühwein im Kerzenlicht erinnert.
Echter Wein gehört übrigens nicht in die Seife, weil er die Seifenbasis verändern und die Haltbarkeit verkürzen kann.
Zutaten
- 100 g transparente Seifenbasis
- rote Seifenfarbe und ein Hauch Braun für einen dunklen Weinton
- Duftöl Glühwein
- eine runde Silikonform oder eine Form in Sternform
So machst du sie
Färbe die geschmolzene Seifenbasis tropfenweise ein, bis ein tiefes, dunkles Rot entsteht.
Flüssig wirkt die Farbe oft anders als später im festen Zustand.
Mein Tipp: Gib einen Tropfen auf einen kalten Teller, dann siehst du nach wenigen Sekunden den späteren Farbton.
Durch die transparente Basis leuchtet die Seife besonders schön, wenn du sie gegen das Licht hältst.
Sternanis und eine Zimtstange machen sich später wunderbar an der Verpackung.
Nach so viel Wärme wird es im nächsten Rezept winterlich frisch.
Schneeflocken-Seife in Weiß und Eisblau

Diese Seife sieht aus wie ein kleines Stück Winter mit eingefangenem Schnee.
Dafür kommen kleine weiße Seifenwürfel in eine eisblaue, durchsichtige Seife.
Zutaten
- 40 g weiße Seifenbasis für die Schneewürfel
- 60 g transparente Seifenbasis mit einem Hauch blauer Seifenfarbe
- eine Prise kosmetischer Silberglimmer, wenn du magst
- ein frischer Duft, zum Beispiel Baumwolle oder ein Winterduft
- eine Silikonform in Schneeflockenform
So machst du sie
Gieß die weiße Seifenbasis zuerst in eine flache Form und lass sie vollständig fest werden.
Schneide sie anschließend in sehr kleine Würfel, die gut in die Schneeflockenform passen.
Verteile die Würfel in der Form und sprüh sie mit Alkoholspray ein.
Färbe die transparente Basis ganz zart blau, rühre den Glimmer ein und gib das Duftöl dazu.
Lass die Masse kurz abkühlen und gieß sie dann über die weißen Würfel.
So bleiben die Würfel in Form und sehen später aus wie Schneeflocken im Eis.
Zum Schluss wartet das Rezept für alle, die gern ein bisschen tüfteln.
Weihnachtsmann-Seife mit Gürtel

Diese Seife bringt garantiert jeden zum Schmunzeln, der sie auspackt.
Anders als bei den Schichtseifen legst du hier fertige Seifenstücke in die Form und füllst den Rest mit roter Seife auf.
Zutaten für zwei Seifen
- 60 g weiße Seifenbasis für den Fellrand
- 20 g weiße Seifenbasis mit schwarzer Seifenfarbe für Gürtel und Schnalle
- 100 g transparente Seifenbasis mit roter Seifenfarbe
- ein Duftöl, zum Beispiel Bratapfel oder Vanille (nicht verfärbend)
- kosmetischer Goldglimmer
- eine Silikonform mit rechteckigen Mulden
So machst du sie
Gieß die weiße Seifenbasis etwa einen Zentimeter hoch in eine flache Form.
Die schwarze Seifenbasis gießt du in eine zweite flache Form, aber nur drei bis vier Millimeter dünn.
Lass beide Platten vollständig fest werden, was bei der weißen etwa eine Stunde und bei der dünnen schwarzen meist nur 30 Minuten dauert.
Schneide aus der weißen Platte vier Streifen, die genau so breit sind wie die Mulden deiner Form.
Eine Längsseite jedes Streifens schneidest du leicht wellig, so sieht sie später aus wie ein Fellrand.
Aus der schwarzen Platte schneidest du zwei schmale Streifen für den Gürtel und zwei kleine Quadrate für die Schnallen.
Leg in jede Mulde einen weißen Streifen an den oberen und einen an den unteren Rand, mit der welligen Seite zur Mitte.
Der schwarze Streifen kommt quer in die Mitte.
Drück alle Teile gut auf den Boden der Form, damit später keine rote Seife darunterlaufen kann.
Sprüh sie anschließend mit Alkoholspray ein.
Färbe dann die transparente Basis rot und gib das Duftöl dazu.
Lass die rote Masse etwas abkühlen, damit Fellrand und Gürtel nicht anschmelzen.
Gieß sie danach langsam in die Mulden, bis sie ganz gefüllt sind.
Wenn du die Seife nach dem Festwerden aus der Form drückst, liegt die Seite mit Fellrand und Gürtel oben.
Für die Schnalle schneidest du aus der Mitte jedes schwarzen Quadrats ein kleineres Quadrat heraus, sodass ein Rahmen entsteht.
Streu etwas Goldglimmer auf ein Stück Backpapier und wende den Rahmen darin, bis er rundum golden ist.
Mit einem Tupfer geschmolzener Seife klebst du die Schnalle anschließend mittig auf den Gürtel.
Mit acht Rezepten hast du jetzt genug Ideen für eine ganze Weihnachtsseifen-Sammlung.
Damit sie alle genauso schön werden wie geplant, kommen hier noch ein paar Tipps, die dir einiges an Ärger ersparen.
Darauf solltest du beim Seifengießen achten

Melt & Pour verzeiht zwar einiges, doch ein paar Kleinigkeiten entscheiden darüber, ob deine Seife so wird wie geplant.
Die meisten davon betreffen den Duft, die Temperatur und die Zeit nach dem Gießen.
Wenn du sie kennst, ersparst du dir Fehlversuche und deine Seife bleibt bis zum Verschenken schön.
Welches Duftöl in deine Seife gehört
Nicht jedes Öl, das gut riecht, gehört auch in eine Seife.
Raumdüfte und Öle für die Duftlampe sind nicht für die Haut gedacht und haben in deiner Seife nichts verloren.
Achte deshalb darauf, dass auf dem Duftöl ausdrücklich steht, dass es für Kosmetik oder Seife geeignet ist.
Auch ätherische Öle sind keine automatisch sanfte Wahl, nur weil sie natürlich sind.
Gerade Zimt und Nelke können die Haut reizen, wenn du zu viel davon verwendest.
Halte dich deshalb immer an die Höchstmenge, die der Hersteller angibt.
Bei Vanille gibt es noch eine kleine Besonderheit.
Duftöle mit Vanille können weiße Seife mit der Zeit bräunlich verfärben.
Wähle deshalb für helle Seifen ein Vanille-Duftöl, das als nicht verfärbend gekennzeichnet ist.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Die meisten Fehler beim Seifengießen passieren, weil etwas zu heiß, zu schnell oder zu spät gemacht wird.
Zum Glück gibt es für jeden davon eine einfache Lösung.
Die Seife hat Bläschen an der Oberfläche
Das passiert, wenn beim Rühren Luft in die Masse gelangt.
Rühre deshalb langsam und sprüh die Oberfläche direkt nach dem Gießen mit Alkoholspray ein.
Die Schichten lösen sich voneinander
Meist war die untere Schicht schon zu fest oder es fehlte das Alkoholspray.
Raue die Schicht leicht an, sprüh sie ein und gieß die nächste, solange die untere noch etwas warm ist.
Details oder Schichten schmelzen wieder an
In diesem Fall war die neue Schicht zu heiß.
Lass die Masse vor dem Gießen kurz abkühlen, bis sie sich am Rand leicht verdickt.
Die Farben laufen ineinander
Flüssige Seifenfarben können mit der Zeit in die benachbarte Schicht wandern.
Für Schichtseifen sind Pigmente deshalb die bessere Wahl, weil sie an ihrem Platz bleiben.
Die Seife lässt sich schlecht aus der Form lösen
Leg die Form für zehn bis fünfzehn Minuten ins Gefrierfach.
Danach lässt sich die Seife meist ganz einfach herausdrücken.
So bewahrst du deine Seife bis Weihnachten auf
Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich auf Glycerinseife kleine Wassertropfen bilden.
Das nennt man Schwitzen, und es passiert, weil Glycerin Feuchtigkeit aus der Luft zieht.
Der Seife schadet das nicht, schön sieht es trotzdem nicht aus.
Wickle deine Seife deshalb gleich nach dem Festwerden luftdicht in Frischhaltefolie.
Bewahre sie anschließend kühl, trocken und dunkel auf, also nicht im Bad oder in der Küche.
Sonnenlicht lässt die Farben verblassen und den Duft schneller verfliegen.
Gut verpackt hält sich deine Seife problemlos mehrere Wochen.
Wie lange genau, hängt von der Seifenbasis ab, deshalb lohnt sich hier ein Blick auf die Angaben des Herstellers.
Du kannst also ganz entspannt schon im November mit dem Gießen anfangen.
Frischhaltefolie ist zwar praktisch, als Geschenk aber noch nicht besonders schön.
Wie aus deiner Seife ein richtiges Weihnachtsgeschenk wird, zeige ich dir jetzt.
So verpackst du deine Seife als richtig schönes Weihnachtsgeschenk

Deine Seifen sind fertig, und jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt.
Mit der richtigen Verpackung wird aus deiner Seife ein Geschenk, das schon beim Überreichen Freude macht.
Ich habe dir ein paar Ideen zusammengestellt, mit denen du deine Seife schön in Szene setzt.
Natürlich verpackt mit Kraftpapier und Kordel
Wickle einen breiten Streifen aus Kraftpapier oder hellem Papier einmal um die Mitte der Seife.
So bleibt die Seife sichtbar, und du hast trotzdem eine richtige Verpackung.
Darum kommt ein Band deiner Wahl, ob Juteschnur, Naturbast, rot-weiße Bäckerkordel oder ein schmales Goldband.
Unter die Schleife steckst du dann ein kleines Detail, das zum Duft passt.
Zur Zimt-Orangen-Seife passt eine getrocknete Orangenscheibe, zur Glühwein-Seife ein Sternanis und zur Tannen-Seife ein kleiner Zweig.
Mein Tipp: Pack die Seife so erst kurz vor dem Verschenken ein und lass sie bis dahin in der Frischhaltefolie, damit sie nicht schwitzt.
Kleine Geschenksets mit deiner Seife
Wenn du mehrere Seifen gegossen hast, kannst du sie wunderbar zu einem kleinen Set kombinieren.
Am schönsten wirkt es, wenn die Seifen zu einem gemeinsamen Thema passen:
- Weihnachtsbäckerei: Lebkuchen-Seife, Zimtstern-Seife und Zimt-Orangen-Seife
- Winterwald: Tannen-Seife und Schneeflocken-Seife
- Weihnachtsmarkt: Glühwein-Seife und Schichtseife in Rot, Weiß und Grün
Für die Verpackung mag ich besonders diese drei Ideen.
Schachtel mit Sichtfenster
In einer Schachtel mit Sichtfenster sieht man sofort, was drin ist.
Ganz dicht ist so eine Schachtel aber nicht, deshalb packst du die Seife vorher in Zellophan oder Frischhaltefolie.
Zellophan mit Gewürzen
Eine durchsichtige Tüte oder ein Bogen Zellophan schützt die Seife vor Feuchtigkeit, wenn du sie gut verschließt.
Mit Bast gebunden und mit Zimtstange, Sternanis und Orangenscheibe dekoriert, duftet schon die Verpackung nach Weihnachten.
Kleine Blechdose
Runde Seifen passen gut in eine flache Blechdose mit einem Etikett auf dem Deckel.
Die Dose kann man später weiterverwenden.
Wenn du dein Set noch ergänzen magst, ist eine Seifenschale aus Holz eine gute Wahl, weil die Seife darin besser trocknet und länger hält.
Was auf deinen Geschenkanhänger gehört
Ein kleiner Anhänger aus Holz oder Kraftpapier macht deine Seife persönlich.
Schreib neben einem Gruß auch den Duft drauf, damit die Beschenkten wissen, was sie erwartet, und auf Unverträglichkeiten achten können.
Bei der Lebkuchen- und der Zimtstern-Seife lohnt sich außerdem der Hinweis, dass es Seife ist, gerade wenn Kinder im Haushalt leben.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: deine erste eigene Seife.
Fazit: Bereit für dein erstes Seifengießen?
Mit Melt & Pour kannst du Seife zu Weihnachten selber machen, ganz ohne Lauge und mit wenig Material.
Du brauchst nur eine Seifenbasis, etwas Farbe, ein passendes Duftöl und eine schöne Form.
Mit der Grundanleitung und den acht Rezepten hast du alles beisammen, von der einfachen Zimt-Orangen-Seife bis zum Weihnachtsmann mit Gürtel.
Und weil sich deine Seife gut verpackt mehrere Wochen hält, kannst du schon im November loslegen.
Mein Vorschlag: Such dir einen Duft aus, besorg dir eine Seifenbasis und gieß am nächsten freien Nachmittag deine erste Seife.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Verschenken.
Frohes Schenken
Julie



